Berufsbegleitend studieren in Hamburg

Berufsbegleitend studieren in Hamburg

Berufsbegleitend studieren in Hamburg – So kombinierst du Studium, Beruf und Karriereentwicklung

Du möchtest dich akademisch weiterqualifizieren, aber deinen Job nicht aufgeben? Dann ist ein berufsbegleitendes Studium in Hamburg eine der flexibelsten Möglichkeiten, einen Hochschulabschluss zu erwerben und gleichzeitig Berufserfahrung zu sammeln. Die Hansestadt bietet dafür ein breites Angebot: von klassischen Bachelor- und Masterstudiengängen über Fernstudienmodelle bis hin zu spezialisierten Weiterbildungsstudiengängen für Fach- und Führungskräfte. 

Studium nebem dem Beruf: Was Hamburg dir bieten kann

Hamburg unterscheidet sich von vielen anderen Hochschulstandorten dadurch, dass sowohl staatliche als auch private Hochschulen umfangreiche Angebote für Berufstätige entwickelt haben. Während Fernhochschulen maximale Flexibilität ermöglichen, setzen Hochschulen wie die FOM oder NORDAKADEMIE auf feste Präsenzzeiten am Abend oder Wochenende.

Besonders in den Bereichen Wirtschaft, IT, Gesundheit, Ingenieurwesen und Management findest du zahlreiche Studienangebote, die speziell auf die Bedürfnisse und Kapazitäten von Berufstätigen zugeschnitten sind.
 

Tipp: Falls du nach einer Möglichkeit suchst, gleichzeitig einen Beruf zu erlernen und zu studieren, könnte ein duales Studium etwas für dich sein.

Welche Vor- und Nachteile hat ein berufsbegleitendes Studium?

Vorteile

  • Weiterhin ein regelmäßiges Einkommen: Im Gegensatz zu einem Vollzeitstudium musst Du in der Regel nicht auf Dein Gehalt verzichten und bleibst finanziell unabhängig.
  • Direkte Anwendung des Gelernten im Beruf: Viele Studieninhalte lassen sich unmittelbar im Arbeitsalltag nutzen. Dadurch wird das Gelernte oft schneller verstanden und gefestigt.
  • Berufserfahrung und Studium gleichzeitig: Während Vollzeitstudierende praktische Erfahrungen häufig erst nach dem Abschluss sammeln, baust Du parallel zum Studium weitere Berufserfahrung auf.
  • Gute Karriere- und Aufstiegschancen: Ein akademischer Abschluss kann neue Aufgabenbereiche, Führungspositionen oder einen Branchenwechsel ermöglichen.
  • Starkes berufliches Netzwerk: In berufsbegleitenden Studiengängen studieren häufig Fach- und Führungskräfte aus unterschiedlichen Unternehmen und Branchen, wodurch wertvolle Kontakte entstehen können.
  • Hohe Praxisnähe: Viele Projektarbeiten, Hausarbeiten oder Abschlussarbeiten beschäftigen sich mit konkreten Fragestellungen aus dem eigenen Unternehmen.

Nachteile

  • ohe zeitliche Belastung: Beruf, Studium und Privatleben gleichzeitig zu organisieren erfordert ein gutes Zeitmanagement und viel Disziplin.
  • Weniger Freizeit: Abende, Wochenenden oder Urlaubszeiten werden häufig für Vorlesungen, Prüfungen oder das Selbststudium genutzt.
  • Längere Studiendauer: Viele berufsbegleitende Studiengänge dauern länger als vergleichbare Vollzeitstudiengänge.
  • Höhere Studienkosten: Besonders private Hochschulen und Fernhochschulen verlangen oft mehrere hundert Euro Studiengebühren pro Monat.
  • Hohe Eigenmotivation erforderlich: Gerade bei Fern- und Hybridstudiengängen musst Du viele Lernphasen selbstständig organisieren und strukturieren.
  • Zusätzliche Belastung in Prüfungsphasen: Klausuren, Hausarbeiten und Projektabgaben fallen häufig mit beruflichen Projekten oder stressigen Arbeitsphasen zusammen.

Welche Studienformen gibt es für Berufstätige in Hamburg?

Lange Zeit schien es nur ein Modell zu geben, um sich neben dem Beruf weiterzubilden: das Fernstudium. Heute ist das zum Glück nicht mehr so, denn auch viele etablierte Hochschulen bieten berufsbegleitende Studiengänge an, die du innerhalb ganz unterschiedlicher Modelle absolvieren kannst. 
  • Das klassische berufsbegleitende Studium ist speziell darauf ausgelegt, dass du es neben deinem bestehenden Beruf machen kannst. Die Lehrveranstaltungen finden meist abends, an Wochenenden oder in kompakten Blockveranstaltungen statt.
  • Beim Teilzeitstudium wird der Studienumfang pro Semester reduziert. Du belegst weniger Module als Vollzeitstudierende und verteilst die Inhalte auf einen längeren Zeitraum. 
  • Ein Fernstudium bietet die größte Flexibilität. Du nimmst überwiegend digital an den Vorlesungen und Veranstaltungen teil, die keine festen Zeiten haben. Dadurch lässt sich das Studium individuell an den eigenen Berufsalltag anpassen. Präsenztermine finden, wenn überhaupt, nur vereinzelt statt.
  • Immer häufiger setzen Hochschulen auf Blended Learning. Dabei werden digitale Lernphasen mit Präsenzveranstaltungen kombiniert. Du arbeitest einen Teil der Inhalte online durch und besuchst zusätzlich Seminare oder Workshops vor Ort.
  • Beim Abendstudium finden die Lehrveranstaltungen überwiegend nach Feierabend statt. Dadurch eignet sich diese Studienform besonders für Berufstätige mit klassischen Arbeitszeiten.
  • Das Wochenendstudium konzentriert die Präsenzzeiten auf Samstage und teilweise Sonntage. Wer unter der Woche beruflich stark eingebunden ist, kann so studieren, ohne regelmäßig Arbeitszeit für Vorlesungen aufwenden zu müssen.
  • Eine weitere Variante ist das Hybridstudium. Hier kannst du je nach Hochschule und Veranstaltung flexibel entscheiden, ob du vor Ort oder online teilnehmen möchtest.
  • Für Akademikerinnen und Akademiker mit Berufserfahrung kommen außerdem weiterbildende Masterstudiengänge infrage. Diese richten sich an Personen, die bereits einen ersten Hochschulabschluss erworben haben und sich fachlich spezialisieren oder für Führungsaufgaben qualifizieren möchten.

Studienformen für ein berufsbegleitendes Studienformen im Überblick

Studienform Flexibilität Präsenzanteil
Berufsbegleitendes Studium Mittel Hoch bis mittel
Teilzeitstudium Mittel Hoch
Fernstudium Sehr hoch Sehr gering
Blended Learning Hoch Mittel
Abendstudium Mittel Hoch
Wochenendstudium Mittel bis hoch Hoch
Hybridstudium Hoch Variabel
Weiterbildender Master Mittel bis hoch Variabel
Zertifikatsstudium Hoch Variabel

[Video] DIE 12 Experten-Tipps für DEIN berufsbegleitendes Studium

Welche Voraussetzungen gibt es für ein berufsbegleitendes Studium in Hamburg?

Ein berufsbegleitendes Studium stellt andere Anforderungen als ein klassisches Vollzeitstudium. Neben den formalen Zulassungsvoraussetzungen spielt die persönliche Organisation eine wichtige Rolle. Mittlerweile ermöglichen einige Hamburger Hochschulen ein Studium ohne klassisches Abitur.

Welche schulischen Voraussetzungen gelten?

  • Allgemeine Hochschulreife (Abitur)
  • Fachhochschulreife
  • Fachgebundene Hochschulreife
  • Meisterprüfung
  • Fachwirt-Abschluss
  • Berufliche Qualifikation mit Berufserfahrung
  • Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte

Welche persönlichen Voraussetzungen helfen im Studium?

  • Selbstorganisation
  • Zeitmanagement
  • Eigenmotivation
  • Belastbarkeit
  • Disziplin beim Lernen
  • Bereitschaft zum selbstständigen Arbeiten

Gibt es einen NC?

Bei berufsbegleitenden Studiengängen spielt der klassische Numerus Clausus häufig eine geringere Rolle als bei Vollzeitstudiengängen. In der Regel erfolgt die Aufnahme du durch individuelle Zulassungen, selten auch über die Hochschulvoraussetzungen. HIer lohnt es sich, mit den Unis in Kontakt zu trefen. 

Welche Hochschulen bieten berufsbegleitende Studiengänge in Hamburg an?

 
Hochschule Abschluss Studiendauer Besonderheiten
Universität Hamburg
  • Zertifikat
  • Master
  • Weiterbildung
je nach Studiengang Weiterbildungsangebote für Berufstätige
HAW Hamburg
  • Bachelor
  • Master
je nach Studiengang starke Praxisorientierung
HFH Hamburger Fern-Hochschule
  • Bachelor
  • Master
flexibel speziell für Berufstätige konzipiert
FOM Hochschule
  • Bachelor
  • Master
6–8 Semester Vorlesungen abends und samstags
NORDAKADEMIE Graduate School
  • Master
  • MBA
meist 4–5 Semester Fokus auf Wirtschaft, IT und Management
Hanseatische Hochschule HAM
  • Bachelor
  • Master
je nach Studiengang kleine Lerngruppen und Präsenzphasen

Hinweis: Die Uni HH bietet auch Teilzeit-Modelle an, während die HFH · Hamburger Fern-Hochschule auf das bewährte Fernstudium ausgelegt ist.

Wie lange dauert ein berufsbegleitendes Studium?

Grundsärzlich hängt die Dauer stark von Studienmodell und Abschlussziel ab. Für den Bachelor solltest du durchschnittlich sechs bis neun Semester Regelstudienzeit einplanen, für den Master vier bis sechs. 

Ein MBA kannst du meist in vier bis fünf Semestern abschließen, während ein Zertifikatsstudium auch nur wenige Monate bis Jahre in Anspruch nimmt.

So läuft ein berufsbegleitendes Studium typischerweise ab

Zum Studienstart geht es zunächst mit der Vermittlung wissenschaftliche Grundlagen, Fachwissen und Methoden los. Erst danach geht es mit den  Spezialisierungen entsprechend der gewählten Fachrichtung weiter. Viele berufsbegleitende Studiengänge bieten Wahlpflichtmodule an. Dadurch kannst Du Schwerpunkte setzen, die zu Deinem Berufsfeld passen. In einem Managementstudium könnten dies beispielsweise Personalmanagement, Controlling oder Unternehmensführung sein, während in einem Informatikstudium Themen wie Cybersecurity oder Data Science zur Auswahl stehen. Das Schöne hierbei ist, dass du berufliche Erfahrungen einbringen und vertiefen kannst. 

Zwischen den Präsenzterminen bearbeiten organisierst du einen großen Teil des Lernstoffs selbstständig. Dazu gehören Fachliteratur, Online-Lektionen, Fallstudien, Gruppenarbeiten und die Vorbereitung auf Prüfungen. Wie hoch der Aufwand ausfällt, hängt vom Studiengang ab, häufig solltest Du jedoch mit etwa zehn bis zwanzig Stunden zusätzlicher Lernzeit pro Woche rechnen.

Prüfungen finden je nach Hochschule in Form von klassischen Klausuren statt, aber auch Hausarbeiten, Projektberichte, Präsentationen oder mündliche Prüfungen gehören dazu. Das ist vor allem in wirtschafts- und managementbezogenen Studiengängen der Fall, wo praxisorientierte Aufgabenstellungen in die Leistungsnachweise einfließen.

Den Abschluss bildet die Bachelor- oder Masterarbeit. Anders als im Vollzeitstudium entstehen die Themen häufig aus konkreten Fragestellungen des eigenen Unternehmens. 

Was kostet ein berufsbegleitendes Studium in Hamburg?

Kostenart Typischer Betrag
Semesterbeitrag staatliche Hochschule ca. 300–350 € pro Semester
Berufsbegleitendes Studium an privaten Hochschulen häufig 250–800 € monatlich
Fernstudium meist 290–600 € monatlich
Lernmaterialien 100–500 € jährlich
Wohnkosten in Hamburg abhängig vom Stadtteil
Fahrtkosten häufig durch Semesterticket reduziert

Gut zu wissen: Viele Arbeitgeber beteiligen sich an den Studienkosten, wenn das Studium einen direkten Bezug zur beruflichen Tätigkeit hat. Frag unbedingt vor Studienbeginn nach!

FAQ zum berufsbegleitenden Studium in Hamburg

Kann ich berufsbegleitend studieren und Vollzeit arbeiten?

Ja. Die meisten berufsbegleitenden Programme sind genau dafür konzipiert. Viele Studierende arbeiten weiterhin 35 bis 40 Stunden pro Woche.

Werden Fernstudienabschlüsse von Arbeitgebern anerkannt?

Ja. Staatlich anerkannte Hochschulen verleihen Abschlüsse, die rechtlich gleichwertig zu Abschlüssen aus Präsenzstudiengängen sind.

Gibt es Fördermöglichkeiten für Berufstätige?

Je nach persönlicher Situation kommen Bildungsurlaub, Aufstiegs-BAföG, Stipendien, Arbeitgeberförderungen oder steuerliche Absetzbarkeit infrage.

Welche Studienrichtung lohnt sich besonders?

Aktuell sind in Hamburg vor allem Studiengänge in IT, Data Science, Wirtschaftsinformatik, Gesundheitsmanagement, Logistik und Unternehmensführung stark nachgefragt, da sie eng mit den wirtschaftlichen Schwerpunkten der Stadt verbunden sind.

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